Salzburger Bioethik-Dialoge: 9. – 10. Oktober 2020, Unipark Nonntal – Salzburg


Programm:

 

Freitag, 9.10.2020

  • Ab 17.00 Empfang / Registrierung
  • 18.00 Begrüßung
  • 18.15 Eröffnungsvortrag
    • Udo di Fabio (Prof. für Staatsrecht, Richter des deutschen Bundesverfassungsgerichts a. D.),
      Menschenwürde als Maßstab für gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt
    • anschließend Künstlergespräch und Lesung
  • 20.00 Abendessen

Samstag, 10.10.2020

  • 9.30 Themenbereich 1: Recht auf Tötung ? Ethische und gesellschaftspolitische Fragen
    • Referat: Theo Boer (Gesundheitsethiker, Niederlande),
      Ars moriendi vs. Euthanasia? Was Europa von den Niederlanden lernen kann.
    • Kommentare:
      Susanne Kummer (Ethikerin, Geschäftsführerin IMABE, Wien)
      Thomas Frühwald (Internist, Geriater, Mitglied der Bioethikkommission)
      Kurt Schmoller (Prof. für Strafrecht, Univ. Salzburg)
  • Kaffeepause: 11.00 bis 11.30
  • 11.30 Themenbereich 2: Die Aufgaben der Medizin am Lebensende
    • Referate: Chancen und Grenzen der Palliativmedizin
      Herbert Watzke (Palliativmediziner MedUni Wien, Gründer und Leiter der Palliativstation am AKH)
      Stefan Lorenzl (Neurologe, Palliativmediziner, Paracelsus Privatuniversität Salzburg)
      Veronika Mosich (ärztl. Leiterin des CS Hospiz Rennweg, Wien)
  • 13.00 -14.00: Catering
  • 14.00-15.30 Workshops (parallel)
  • Kaffeepause: 15.30 bis 16.00
  • 16.00: Podiumsdiskussion: Bleiben wir Ärzte Heiler? Ausblicke auf die Entwicklung in Europa
    • Maria Kletecka-Pulker (Geschäftsführerin Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Uni Wien)
    • Susanne Kummer (Ethikerin, Geschäftsführerin IMABE, Wien)
    • Veronika Mosich (ärztl. Leiterin des CS Hospiz Rennweg Wien)
    • Markus Müller (Rektor MedUni Wien, Präsident des Obersten Sanitätsrates)
    • Thomas Szekeres, (Präsident der Österreichischen Ärztekammer)
    • Günter Virt (Ethiker, em. Mitglied European Group on Ethics in Science and New Technologies)
    • Diskussionsleitung: Manfred Perterer (Chefredakteur Salzburger Nachrichten)
  • 17.30 Schlussreferat: Christoph v. Ritter (Internist, em. Leiter der Klinik KH Prien, Prof.em. LMU München)
  • Ca. 18.00: Ende des Symposiums
  • Moderation der Veranstaltung: Stephanie Merckens (Institut für Ehe und Familie, Mitglied der Bioethikkommission)

 

Lage/Anreise:

 

Veranstalter:

Salzburger Ärzteforum für das Leben
in Kooperation mit der Ärztekammer Salzburg, der Hospiz Bewegung Salzburg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Salzburg 

Zielgruppe:

Das Symposium wendet sich nicht nur an die Ärzteschaft, sondern an Berufstätige und Auszubildende aus Medizin und Pflege, Psychologie, Seelsorge, Kultur und Politik, sowie aus benachbarten Disziplinen.

DFP-Fortbildungspunkte für Ärzte /-innen:

Diese Veranstaltung wird über die Salzburger Ärztekammer mit 9 DFP-Punkten approbiert.

Anmeldung:

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 90€ und inkludiert die Verköstigung an beiden Tagen (für Tagesgäste am Samstag 70€). Für Studierende und Personen in Ausbildung beträgt der ermäßigte Beitrag 35€ bzw. 20 € (nur Sa.)

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der zu erwartenden Vorschriften aufgrund der Covid-19-Pandemie ist die Teilnehmerzahl beschränkt. Zur Teilnahme ist eine Bestätigung durch das Tagungsbüro erforderlich. Um Voranmeldung wird gebeten.

Anmeldung Bioethik-Dialoge 2020


Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst durch unsere schriftliche Zusage verbindlich wird!

Bitte füllen Sie mindestens die mit * markierten Pflichtfelder aus und klicken Sie auf "Anmelden".

Ja, ich bin mit der Verarbeitung der im Kontaktformular angegebenen personenbezogenen Daten zum Zwecke der Veranstaltungsorganisation durch das Salzburger Ärzteforum einverstanden. Die Daten werden dazu an das Tagungsbüro (siehe unten) weitergegeben. Nähere Informationen zur Datenverarbeitung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Tagungsbüro:


Kairos Consulting
Möllwaldplatz 5, 1040 Wien

Tel. +43 1 2749898

E-Mail: martin.kugler@kairos-pr.com

Zur Idee:

Zahlreiche bioethische und biopolitische Themen und viele Fragen rund um das Verhältnis von Fortschritt und moderner Medizin sind zugleich gesellschaftlich höchst relevant und äußerst komplex – und gerade dadurch herausfordernd. Oft erscheinen sie zweischneidig, beunruhigend, ja manchmal bedrohlich für die Würde des Menschen.

Die Auftaktveranstaltung der „Salzburger Bioethik Dialoge“ widmet sich der Thematik Lebensende, Sterben in Würde – „selbstbestimmter“ Tod. Der Blick auf die Entwicklung in manchen europäischen Ländern, in denen Euthanasie und assistierter Suizid legalisiert wurden, erfüllt mit Sorge: In Belgien beispielsweise stieg seit der Legalisierung der „Tötung auf Verlangen“ im Jahr 2002 die Zahl der auf diese Weise Getöteten stetig an (aktuell ca. 2300 / Jahr, zwischen 2002 und 2018 insgesamt über 19.000). Das belgische Gesetz wurde schrittweise weiter liberalisiert, sodass diese Option seit 2014 auch für Kinder und Jugendliche sowie Demenz-Patienten geschaffen wurde. Wenngleich in Österreich bis heute ein relativ breiter Konsens zum Thema der aktiven Sterbehilfe herrscht, so ist auch hierzulande in den Medien und in der öffentlichen Diskussion der Ruf nach Tötung auf Verlangen vernehmbar. Auch juristische Schritte beim VGH zum Einklagen eines „Rechtes auf einen selbstbestimmten Tod“ wurden bereits gesetzt. In diesem Zusammenhang ist im Laufe des Jahres 2020 ein Urteil des Österreichischen Verfassungsgerichtshofs bzgl. Sterbehilfe zu erwarten.

DieSalzburger Bioethik-Dialoge“ sollen ein regelmäßiges Forum für diese Anliegen bieten. Mit dem Ziel, bioethische Fragestellungen in Ruhe und Kompetenz zu erörtern.