Salzburger Ärzteforum für das Leben - eine Initiative für den Schutz des Lebens vom Anfang bis zu seinem natürlichen Ende

   

Jahresbilanz 2008

Liebe Freunde und Unterstützer des Salzburger Ärzteforums für das Leben!

Salzburg, Oktober 2008 –Das Jahr 2008 neigt sich langsam dem Ende entgegen – ein Grund für uns als „Salzburger Ärzteforum für das Leben“ Bilanz zu ziehen:

Dieses Jahr brachte uns dem Ziel, uns mit gleichgesinnten Initiativen zum Wohl und für den Schutz des Lebens zu vernetzen, ein gutes Stück näher. Nach wie vor arbeiten beispielsweise im „Forum Neues Leben“ verschiedenste Initiativen für den Schutz des Lebens konstruktiv und intensiv zusammen.

Ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Vernetzung war der mit den Salzburger Nachrichten veranstaltete Diskussionsabend im SN-Saal am 12. Februar 2008 mit dem Titel: „Altern – eine Zumutung?“, moderiert von Herrn Mag. Josef Bruckmoser. Es konnten hochqualifizierte Gäste begrüßt werden: Frau Mag. Hildegard Teuschl (Hospiz Österreich), Herr Dr. Franz Harnoncourt (Ärztlicher Direktor der Elisabethinen Linz) und Herr Univ. Prof. Reimer Gronemeyer (Theologe und Soziologe, Univ. Gießen) beleuchteten das Thema in ihren Impulsreferaten aus palliativmedizinischer, medizinisch-ökonomischer und theologisch-soziologischer Sicht. Die anschließende Diskussion im vollbesetzten Saal sprengte den zeitlichen Rahmen des Abends und zeigte uns deutlich, von welchen Themen die Menschen in unserer Gesellschaft tatsächlich bewegt werden.

Im Zentrum unserer Aktivität steht der Lebensschutz im Berufsalltag des Arztes. Dies bringt uns, unabhängig davon in welcher medizinischen Fachrichtung wir arbeiten, immer wieder zu der Frage nach der Würde und dem Wert des menschlichen Lebens, vor allem in seinen schutzbedürftigsten Lebensphasen - gerade vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse:

  • Kann ein Kind von der Gesellschaft, in die es hineingeboren wird, als Schadensfall betrachtet werden? „Unser Kind hat zwar einen Schaden, ist aber kein Schaden.“ So begründet ein Vorarlberger Ehepaar den Umstand, dass sie ihren Sohn Emil, der mit einer schweren Behinderung zur Welt gekommen ist, gegen ein - ihr Kind diskriminierendes - OGH-Urteil klagen lassen, wonach Eltern bei Behinderung der Kinder Schadenersatz fordern können.
  • Im jüngsten „Schadensfall Kind“-Urteil des Obersten Gerichtshofs wurde die Klage von Eltern gesunder Drillinge, die vor der in-vitro-Fertilisation nur zwei Kinder „vereinbart“ hatten, mit der Begründung abgewiesen, dass es bei der Geburt von gesunden Kindern keinen Schadenersatz geben könne. Dieses OGH-Urteil zeigt, dass selbst Gesundheit ein Kind heute nicht vor Entwürdigung schützt – ein wahrhaft erschreckendes Szenario.
  • Etliche Kinder mit Down-Syndrom sind davon nicht betroffen – sie kommen gar nicht mehr zur Welt: In Österreich legte das Familienministerium Zahlen der tatsächlichen Geburten von Kindern mit Behinderung vor. Während 1989 noch 612 Kinder mit Missbildungen und 34 Kinder mit Down-Syndrom geboren wurden, waren es im Jahr 2006 nur noch 269 Kinder mit Fehlbildungen und zehn Kinder mit Down-Syndrom. Damit sank die Zahl der mit Missbildungen geborenen Kinder um 50 Prozent, jene der Kinder mit Down-Syndrom sogar um 70 Prozent.
  • Das Post-Abortion-Syndrom wurde nun auch von einer renommierten medizinischen Fachzeitschrift, dem Lancet, aus dem Land der Fata Morgana befreit. Der Lancet sprach sich Mitte August in einem Artikel für ein Maßnahmen-Paket zur Nachbetreuung von Frauen nach Abtreibungen aus. Eine norwegische Langzeitstudie zeigte, dass vor allem junge Frauen, die sich einer Abtreibung unterzogen, später stärker zu Depressionen neigten und bei ihnen das Suchtverhalten signifikant höher war als in einer Vergleichsgruppe.

Dies seien nur einige Schlaglichter aus dem Jahr 2008, die uns klar vor Augen führen, dass unsere Arbeit noch lange nicht getan ist.

In diesem Sinne dürfen wir Sie auf unsere nächste Veranstaltung hinweisen:



Univ.Prof. Dr. Lukas Kenner hält am Mittwoch den 12. November 2008 um 19:00 Uhr in der Ärztekammer Salzburg, Bergstraße 14 einen Vortrag zum Thema:

„Heute klonen – morgen heilen?“
Fragen zur Stammzellenforschung und Einsatzmöglichkeiten
in der Therapie

Anschließende Diskussion und Buffet

Univ.Prof. Dr. Gerhard Luf

Univ.Prof. Dr. Lukas Kenner

ist Molekularpathologe und lehrt an der Universität Wien. Er arbeitet in der Krebsforschung mit Hilfe von Stammzellen. Bei der Anhörung des Deutschen Bundestages zur Stammzellenforschung war er als Experte geladen.


In der ersten Hälfte des Jahres 2009 möchten wir erneut eine Veranstaltung zum Themenkomplex Sterbehilfe/Euthanasie zusammen mit den Salzburger Nachrichten organisieren. Wir werden Ihnen diesbezüglich rechtzeitig eine Einladung zukommen lassen!


Ohne Ihre Mithilfe sind wir machtlos!

Wir danken Ihnen für all die Unterstützung, die Sie uns in diesem Jahr zukommen ließen und bitten Sie auch in Zukunft, unsere gemeinsamen Anliegen vor allem durch Gespräche und fruchtbare Diskussion in Ihrem Lebens-Umfeld persönlich weiter zu tragen.

Scheuen Sie sich nicht, uns Ihre Anregungen und auch Kritik zu schreiben.

Wir möchten Sie aber auch herzlich um Ihre finanzielle Mithilfe bitten, ohne die unser Handlungsspielraum stark eingeschränkt wäre. (Konto-Nr.: 100084053, BLZ: 19530, Bankhaus Karl Spängler & Co)

Arbeiten Sie mit uns an einem Gesinnungswechsel in der Gesellschaft – für das Leben!

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen – sowohl im verbleibenden Jahr 2008 als auch im kommenden, für das wir Ihnen schon jetzt alles Gute wünschen dürfen!

Ihr Salzburger Ärzteforum für das Leben

Dr. Florian Baumgartner
Dr. Ursula-Maria Fürst
Dr. Andreas Hartmann
Dr. Mark McCoy
Dr. Renate Richter
Dr. Nicholas Waldstein-Wartenberg
Dr. Christian Windhofer



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