2 Jahre Salzburger Ärzteforum für das Leben
Seit Juni 2005 setzen wir uns für eine Verbesserung der Situation von Schwangeren Frauen / Paaren in Notsituationen und einen Ausbau der verschiedensten Unterstützungs- und Hilfseinrichtungen ein. Darüber Hinaus ist uns die öffentliche Meinungsbildung zum Thema Lebensschutz ein großes Anliegen.
Im Sommer 2005 haben wir 7 Salzburger Ärztinnen und Ärzte das Salzburger Ärzteforum gegründet, nachdem in Salzburg eine Diskussion entbrannte, ob in den Salzburger Landeskliniken Abtreibungen durchgeführt werden sollten. Gemeinsam war uns die tiefe Überzeugung, dass jedem Menschen von Beginn an alle Grundrechte und somit auch das Recht auf Leben zustehen. Aus diesem Grund schien es uns notwendig, unsere Kräfte als Ärzte, die sich zum Heilen und nicht zum zerstören berufen fühlen, dazu einzusetzen, in Salzburg dazu beizutragen, dass sich Frauen / Paare in Not leichter für ihr Kind entscheiden können. Es ist zutiefst bedauerlich, dass finanzielle und soziale Gründe nach wie vor grundlegend dazu beitragen, dass sich werdende Mütter nicht im Stande sehen, ihrem Kind das Leben schenken zu können.
In den letzten 2 Jahren ist in Salzburg viel geschehen, um die Situation von Frauen / Paaren in Not zu verbessern. Dies war nur durch das zielbewusste und konstruktive Zusammenwirken vieler Institutionen, Organisationen und auch Einzelpersonen möglich. Ganz besonders ist in diesem Zusammenhang dem Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser zu danken, der durch das von ihm gegründete „Forum Neues Leben“ alle Gruppen an einen Tisch gebracht hat. In einzelnen Arbeitkreisen, in denen wir uns aktiv und mit vielen Ideen einbringen, werden/wurden die verschiedensten Aspekte bearbeitet und bereits absolut positive Ergebnisse erziehlt. Einige seien hier angeführt:
- Haus für Mutter und Kind (durch „Aktion Leben“ betreutes Wohnen im Kolpinghaus für junge, schwangere Frauen, die dadurch ihre Ausbildung beenden können und auch nach der Geburt noch einige Jahre im Kolpinghaus leben können.)
- Neu eingerichteter Hilfsfond der Erzdiözese für Schwangere in Not
- Woche für das Leben im Juni 2006, initiiert durch die Erzdiözese
Obwohl oder vielmehr gerade weil seit April 2005 wöchentlich 10-15 gesunde Kinder an den Salzburger Landeskliniken durch Schwangerschaftsabbrüche ihres Lebensrechtes beraubt werden und wir nach vielen Gesprächen mit betroffenen Frauen wissen, dass nur augenscheinlich damit die Probleme beseitigt sind, möchten wir auch weiterhin mit vollem Engagement dafür arbeiten, dass immer mehr Frauen auf eine lebensbefürwortende, nachhaltige Weise (durch Beratung, Unterstützung und auch materielle Untesrtützung) geholfen werden kann.
Dies wird aber auch nur möglich sein, wenn sich die Einstellung zum ungeborenen Kind in unserer Gesellschaft wieder wandelt: Es muss unser Ziel sein , dass das „vermeintliche Recht auf Abtreibung“ in den Köpfen so vieler einem neuen Staunen über das „Wunder Leben“ und dem Bewusstsein über den unvergleichlichen individuellen und gesellschaftlichen Wert von Kindern in den Herzen weicht !
Eine andere Seite unserer Tätigkeit sehen wir in der bioethischen Meinungsbildung in der ärztlichen Kollegenschaft (und darüber hinaus). Neben den Ungeborenen geht es uns dabei ganz besonders auch um die schwerstkranken und sterbenden Patienten: Auch in Zeiten des Sparens und trotz einer sich zuspitzenden demographischen Situation (Überalterung) darf eine würdige Sterbebegleitung und engagierte Arbeit in der Palliativmedizin nicht durch wie lautstark auch immer geforderte Euthanasie ersetzt werden. Eine solche widerspricht zutiefst dem ärztlichen Ethos ! Mit aller Vehemenz werden wir in der sich immer mehr abzeichnenden Euthanasiedebatte eine ganz klare Position für das Leben bis zu seinem natürlichen Ende beziehen.
Ermutigt durch die breite Unterstützung in der Salzburger Ärzteschaft und aufgefordert durch die Realität heute möchten wir diese nicht ohne Widerstände - vor 2 Jahren begonnene Arbeit weiter fortsetzen.

