Maßnahmen für Notsituationen
Flächendeckendes Netz an Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen:
Dazu ist die Einrichtung neuer Beratungsstellen notwendig insbesondere in den ländlichen Regionen. Schwerpunkte der Beratungen:
- begleitende Betreuung: d.h.: neben einer punktuellen Beratung in einer Akutsituation muss das Angebot einer begleitenden Betreuung durch eine Person/ein Team über einen längeren Zeitraum geschaffen werden.
- lebensbejahende Beratung:
- Hilfe bei der Entscheidungsfindung und Ermutigung zu einer Entscheidung für das Kind
- Eingehen auf die Krisensituation der Frau
- Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
- Hilfe beim Erarbeiten eines neuen Lebenskonzeptes für ein Leben mit Kind
- Begleitung in einer schwierigen Schwangerschaft, gerade, wenn sich die Mutter für eine anonyme Geburt bzw. Freigabe zur Adoption entscheidet
- persönliche Begleitung bei einer Geburt
- Aber: Respekt vor jeder Entscheidung der Frau!
- Hilfe und v.a. psychologische Betreuung bei Schwierigkeiten und Beschwerden nach einer Abtreibung im Sinne eines Post-Abortion-Syndromes
- Konkrete Hilfe: bei Behördenwegen, Vermittlung von Wohnungen, Unterstützungen etc.
- kompetente Beratung braucht eine fundierte Ausbildung:
- breite Schulung in psychologischer, medizinischer, sozialer, juridischer Hinsicht
- Berücksichtigung des lebensbejahenden Aspektes
- "Qualitätssicherung", Zertifikation
- umfassende Aufklärung über den Schwangerschaftsabbruch
- professionelle Hilfe bei Post-Abortion-Syndrom (PAS)
- (anonyme) statistische Erfassung der gesamten Problematik
- Folder und ähnliches Info-Material über alle bisher existierenden Beratungsmöglichkeiten mit allen wichtigen Informationen:
- Auflegen dieser in allen Gyn-Ambulanzen, first-love-Ambulanzen, bei allen Gynäkologen und praktischen Ärzten; auch: Schulen (Schulärzte, Schulpsychologen etc.)
- Eigene Beratungshomepage
- mit all diesen Informationen
- mit online-Krisenhilfe
Konkrete Hilfsmaßnahmen:
Hierzu haben schon einige andere Institutionen konkrete Vorschläge gebracht, die wir hier ergänzen wollen:
Problem Wohnen: (für viele Schwangere in Not ein sehr dringliches Problem)
- Wohneinrichtungen (Frauenhäuser) in der Stadt und v.a. auch in den ländlichen Bezirken
- mit Betreuung / Begleitung in der Einrichtung: d.h. Frau mit ihren Problemen nicht allein gelassen... Durch das Kind für Mutter und Kind im Kolpinghaus Salzburg wurde ein Pilotprojekt gestartet. Es gilt ähnlich Projekte auch im ländlichen Bereich umzusetzen
Finanzielle Hilfe: in jede Beziehung ausbaufähig:
- für die Frauen:
- Bildung eines Fonds für Frauen in Notlage (... ein solcher wurde durch die Erzdiözese Salzburg bereits eingerichtet)
- unbürokratische Soforthilfe durch Vermittlung über Beratungsstellen
- Finanzierung des Fonds: öffentliche Hand, Firmen (steuerl. Erleichterung, Werbung), Vereine etc.
- Aufstockung des Budgets der beratenden / helfenden Organisationen

