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Abtreibung - weltweit die häufigste Todesursache

Salzburg, 12/2007 – Laut einer kürzlich von der WHO in Auftrag gegebenen und im „Lancet“* publizierten Studie habe die Zahl der Abtreibungen weltweit von 1995 bis 2003 um 4 Millionen oder 17 Prozent abgenommen und betrage nun 42 Millionen pro Jahr. Sehr bedenklich ist die Schlussfolgerung in dieser Publikation, dass als ein Ziel der Zugang zur „sicheren“ Abtreibung zu verbessern und kostengünstiger zu gestalten sei. Eine derartig tendenziöse Einschätzung lässt die WHO in einem sehr fragwürdigen Licht erscheinen.

Die Rückläufigkeit der Gesamtzahl an Abtreibungen kann jedoch nicht über das verheerende Ausmaß dieser globalen Tragödie hinwegtäuschen – ein Vergleich mit diversen Mortalitätsstatistiken weltweit zeigt, dass Abtreibung unbestritten die häufigste Todesursache weltweit darstellt:

 

Anzahl weltweit / Jahr:

Quelle:

Geburten

136 Mio.

UN-Bevölkerungsstatistik 2007

Todesfälle gesamt

54 Mio.

UN-Bevölkerungsstatistik 2007

 

 

 

Abtreibungen

ca. 42. Mio

WHO / Lancet 10/2007

 

 

 

Todesfälle durch …

 

 

  Herz-Kreislauf- Erkrankungen

17,5 Mio.

Weltherztag 2007 / World Heart Federation

  Krebserkrankungen

10,9 Mio.

Österr. Krebshilfe Weltkrebstag 2006 / WHO

 

 

 

Todesfälle von Kindern insgesamt

10,6 Mio

Lancet 3/2005

  davon durch …

 

 

   … Lungenentzündung

2 Mio

Lancet 3/2005

   … Durchfallerkrankungen

1,9 Mio

Lancet 3/2005

 

 

 

HIV / AIDS

2,9 Mio.

Welt-AIDS-Bericht der UNO zum Welt-AIDS-Tag 2006

Tuberkulose

ca. 2 Mio.

Welttuberkulosetag 2007 / Ärzte ohne Grenzen

Malaria

> 1 Mio.

Weltmalariatag 2007 / Ärzte ohne Grenzen

 

 

 

Verkehrstote

1,2 Mio.

 Weltgesundheitsbericht 2004

 

 

 

Kriegstote im 2. Weltkrieg

55 Mio.

 


Vor diesem Hintergrund erscheinen alle Bemühungen zur Unterstützung von Frauen / Paaren in Krisensituationen mehr als gerechtfertigt, damit diese sich für ihr Kind und gegen eine Abtreibung entscheiden können.

Im Land Salzburg müssen wir derzeit zur Kenntnis nehmen, dass seit der Etablierung der „Gynmed-Ambulanz“ in den Landeskrankenanstalten alles andere als intensive Bemühungen zur Reduktion der Abtreibungszahl von Seiten der für das Gesundheitsressort zuständigen politischen Stelle zu bemerken waren. Mit dem Ergebnis der „guten Auslastung“ scheint man zufrieden zu sein: Seit April 2005 sind ca. 2000 Todesfälle von (allermeist) völlig gesunden Kindern zu beklagen ... das entspricht 80 Schulklassen ! (Stand Dezember 2007)

 

* "Induced abortion: estimated rates and trends worldwide" / The Lancet (Bd. 370, S. 1338; 12.10.07)

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